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Veröffentlicht am 01.03.2016 von Johannes R. Buch

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Bob Marley

Bob Marley – Urvater der Reggae Musik

In der Reggae – Musik ist alles anders, möchte man meinen. Männer mit langen Dreadlocks, gegeneinander laufende Rhythmen bei Betonung des zweiten und vierten Taktteils und das alles unglaublich langsam und sehr harmonisch. Ohne den Mitbegründer Bob Marley wäre diese Musik gar nicht denkbar, auch wenn der erste eigentliche Reggae Song „People funny boy“ von 1968 nicht von ihm stammt. Doch wer genau war eigentlich Bob Marley?

Vita

Bob Marley, eigentlich Robert Nesta Marley wurde am 6. Februar 1945 in Nine Miles auf Jamaika im Haus des Großvaters geboren. Seine afroamerikanische Mutter war zum Zeitpunkt seiner Geburt gerade 18 Jahre alt, der Vater, ein britischer Offizier dagegen schon 60. Nach Bekanntwerden der Hochzeit der beiden verlor Captain Marley sein Amt. Die Kindheit Bob Marleys war u.a. geprägt vom Christentum, aber auch von mystischen Geistersagen.

Mit 12 folgt er seiner Mutter in die jamaikanische Hauptstadt Kingston. Nach ein paar Jahren Arbeit als Fahrradmechaniker beschließt der junge Bob Marley seinen Traum zu leben und Musiker zu werden. Am 11. Februar 1966 heiratet er seine Jugendfreundin Rita Anderson, mit der er 4 leibliche Kinder und ein Stiefkind großzog. Weitere 7 uneheliche Kinder wurden Bob Marley offiziell anerkannt.

Diversen Angaben der Mitbewohner aus dem Heimatort soll Bob Marley bis zu 30 weitere leibliche Kinder in seinem Heimatort gezeugt haben. 1967 konvertiert Bob Marley vom Christentum zur Religion der Rastafari, einer Glaubensbewegung, die die Unterdrückung der Schwarzen verurteilt, an eine Rückkehr nach Afrika glaubt und sich mit verfilzten Haaren, den sogenannten Dreadlocks schmückt. Im Dezember 1976 wird Marley 2 Tage vor einem Friedenskonzert der People National Party (PNP) Opfer eines Mordanschlages, überlebt aber mit leichten Verletzungen und kann an dem Konzert teilnehmen.

Nach ein paar Konzerten in den USA brach Bob Marley 1980 beim Joggen im Central Park in New York zusammen. Grund dafür war ein metastasierendes Melanom, das sich der gläubige Rastafari nach einer Fußverletzung nicht behandeln ließ. Bob Marley starb am 11. Mai 1981 mit nur 46 Jahren.

Karriere

Musik war in der Hauptstadt Kingston ein Mittel, der von Gewalt und Hoffnungslosigkeit geprägten Zeit zu entfliehen. Bob Marley hörte am liebsten amerikanische Radiosender, auf denen Soul, Country und Rock liefen, begeisterte sich u.a. auch für Ray Charles. 1963 gründet er The Wailers, anfangs noch unter anderem Namen und brachte die ersten Singles heraus. Die frühen Werke sind der Musikrichtung Ska zuzuordnen, einer jamaikanischen Musikbewegung der 50´er Jahre, die von Rythm & Blues, Jazz und Boogie-Woogie geprägt ist.

Nach Zusammentreffen mit dem Musikproduzenten Lee Perry wurde der Beat verlangsamt und es entstand ein neuer Musikstil: der Reggae. Die Musik kam so gut an, dass Marley seiner Familie das Haus renovieren und sich ein eigenes Auto leisten konnte. Es folgten kleine Tourneen durch Großbritannien, Nordirland und den USA, zusammen mit dem zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannten Bruce Springsteen („Born in the USA“). Nach Streitigkeiten mit den Bandmitgliedern verfolgt Marley ab 1974 eine Solokarriere.

Seine Songs behandeln oft spirituelle Inhalte, aber auch Liebesthemen und diskret verpackte politische Inhalte. 1980 durfte Bob Marley zur offiziellen Unabhängigkeitsfeier Simbabwes auftreten – der Höhepunkt seiner Karriere. 1994 wurde Bob Marley posthum in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Seine insgesamt 13 Veröffentlichungen verkauften sich bis zum heutigen Zeitpunkt über 250 Millionen mal.

photocredit: By Ueli Frey (http://www.drjazz.ch/album/bobmarley.html) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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