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Veröffentlicht am 04.05.2016 von Johannes R. Buch

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Vershon

Die Arbeit an seinem Debütalbum läuft auf Hochtouren. Früher noch witzelten seine Gegner „Aus dem wird nichts“, doch mittlerweile hat sich der bescheidene und eher schüchterne Dancehall-Künstler einen Namen als einer der talentiertesten Newcomer Jamaicas gemacht.

Musikalische Anfänge

Seine ersten Veröffentlichungen heißen „Inna Real Life“ oder „Ruff Up The World“, deren Erfolge als Party-Hits seine Gegner eines Besseren belehren sollten. Der 25-jährige Vershon gehört mittlerweile zu den talentiertesten Newcomern Jamaikas. Sein bürgerlicher Name ist Kemar Brown. Sein Mentor ist niemand geringeres als Christopher Birch, der Keyboarder von Shaggy und Produzent von Riddims wie „Baddaz“. Erste Aufmerksamkeit erlangt Vershon mit den Partyhits „Boom“ oder „Ruff Up The World“. Der Song „Inna Real Life“, der mit gemächlichem Tempo und lockeren HipHop-Grooves in die Gehörgänge der Dancehall-Fans wanderte, verhalf dem Künstler 2015 zum Durchbruch. Die Songtexte des Titels handeln von seiner Jugend im Kingstoner Ghetto Cockburn Pen.

Auch wenn man sich nur von Reis und Makrelen ernährt, darf man nie die Hoffnung aufgeben und muss gute Miene zum bösen Spiel machen – so ungefähr der Wortlaut des Refrains, der den Alltag vieler Jamaikaner wiederspiegelt. „Ich hätte nie gedacht, dass der Song ein Hit wird, aber ich spürte sofort seinen positiven Vibe“ – so Vershon über seinen Erfolgstitel. Seine Mischung aus R&B und Dancehall passen perfekt zu seinem nasalen Gesang. Auch die Songs „Never Happy Fi Mi“ und „ Tun It Up Ya Now“ vereinen entspannte Beats mit melodiösen Durchhalteparolen. In „It´s My Time“ verkündet Vershon seiner Mutter auf rührende Weise, dass er fortan das Geld nach Hause bringen kann.

Beefs und internationaler Erfolg

„Used To Hungry“ ist seinen Kritikern gewidmet, die ihm vorwerfen, dass der Erfolg ihm zu Kopf gestiegen sei. Im Songtext erinnert Vershon die Kritiker dezent daran, dass er für seinen Erfolg hart arbeiten musste. Doch die Zeiten, in denen er nichts hatte sind längst vorbei. Mittlerweile bekommt Vershon Auftritte in Trinidad, Kalifornien und New York. Die Westküste USAs gefiel dem Künstler besonders, da sich dort jeder Tag wie ein Sonntag anfühle. Auch seine Auftritte in Panama und Costa Rica möchte er nicht missen. „Key Fi Mi Life“ wird in Costa Rica schon 2014, noch vor seinem lokalen Durchbruch zum Hit, auch wenn die meisten dort seine englischen Texte kaum verstanden. Doch sie liebten es sich zu dem Riddim und den Melodien zu bewegen.

Doch auch wenn Vershon hauptsächlich für seine freundliche Art, Partyhits und Ghettohymnen bekannt ist, sollte man es sich nicht mit ihm verscherzen. Das musste auch DJ Gage erfahren, dem Vershon nach einem Clash den Disstrack „Press It Up“ widmete. Doch ist der Künstler normalerweise überwiegend bescheiden und entspannt, hat aber mittlerweile genügend musikalische Munition um sich zu verteidigen.

Im Moment interessieren ihn Kontroversen und Beef mit Kollegen sowieso eher wenig, denn die Arbeit an seinem Debütalbum ist im vollen Gange. Außerdem bestreitet der Dancehall-Künstler gerade eine Europa-Tournee. Seine Wurzeln hat Vershon trotz des Erfolges nicht vergessen. Wenn man ihn fragt, was sein Lieblingsgericht sei, antwortet er Makrelen und Reis.

photocredit: https://www.facebook.com/481334708633211/photos/pb.481334708633211.-2207520000.1462342690./606037316162949/?type=3&theater

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